Familienausflug zum Naturlehrpfad in Reinhardtsdorf-Schöna spielerisch entdecken – Wanderung mit Kindern
„Und wer ist heute die Spinnenkönigin?“ – so beginnt unser Ausflug auf dem Naturlehrpfad in Reinhardtsdorf-Schöna. Statt still durch den Wald zu wandern, wird gelacht, ausprobiert, balanciert, gestaunt und ganz viel miteinander erkundet. Schon nach wenigen Schritten ist klar: Dieses Ausflugsziel wird uns noch eine Weile sehr gut in Erinnerung bleiben.

Eingang: Pfad links nehmen
Tipp für den „Eingang“ zum Pfad: Lauft nicht direkt am Fachwerkhaus geradeaus in den Wald, sondern biegt links am Haus ab. Dort markieren zwei große Holzpfosten den eigentlichen Eingang zum Pfad – auch wenn kein Schild darauf hinweist. Ab dort markieren auch wie oft üblich kleine Quadrate den Verlauf des Weges. Wir haben uns zudem diese Wanderkarte zur Routennavigation Walderlebnispfad in der Outdooractive-App runtergeladen, weil wir vor Ort mit dem Smartphone keinen guten Empfang hatten. Aber ein Screenshot tut es vermutlich auch.

Los geht’s: Bauen, Spielen, Staunen
Schon am Anfang des Naturlehrpfades am Parkplatz wartet unser Favorit des Tages: die Fachwerkhaus-Station. Hier können Kinder selbst zu kleinen Baumeistern werden. Aus stabilen Holzelementen, die wie große Bauklötze wirken, können die Kinder Wände bauen oder auch wieder Durchgänge öffnen.
Das macht nicht nur Spaß, sondern vermittelt spielerisch, wie früher im Elbsandsteingebirge Häuser gebaut wurden: mit Holz, Lehm und ganz viel Handarbeit. Kinder erleben hier unmittelbar, wie aus einzelnen Balken eine stabile Wand wächst – und Eltern staunen, wie kreativ und konzentriert die Kleinen beim Stapeln, Stecken und Ausprobieren sind.
Der Fantasie der Kinder freien Lauf gelassen, entsteht bei uns nicht nur ein klassisches Fachwerkhaus, sondern auch noch eine Festung mit „Geheimgang“ und schließlich eine Bäckerei mit Kioskverkauf. Wer möchte, kann nebenbei picknicken – die Station liegt direkt am Start- bzw. Endpunkt und lädt daher sowohl zum Verweilen beim Ankommen als auch zum Ausruhen vor der Heimreise ein. Rund 45 Minuten waren wir schon vor dem eigentlichen Start voll beschäftigt – und hatten dabei richtig viel Spaß.

Stationen mit Klettern und Erkunden
Der Naturlehrpfad selbst ist hochwertig und mit viel Liebe zum Detail gebaut: alles aus Holz, umfangreich beschildert und abwechslungsreich gestaltet. Jede Station hat einen hohen Aufforderungscharakter – man möchte einfach ausprobieren!
Am Spinnennetz denken wir uns alle fantasievolle „Spinnennamen“ aus und spielen anschließend Tannenzapfen-Zielwerfen. Wer trifft mitten ins Netz?
- Bei der Tier-Weitsprung-Station muss dann jedes Familienmitglied antreten. Die Kids markieren mit Begeisterung, ob Papa nur so weit wie eine Maus kommt und ob Mama den Sprung bis zum Reh schafft.
- An den Spinnennetzen zum Klettern, dem Parcours und den Kletterstellen wird es sportlich.
- Die Experiment-Stationen wie das Baumstammtelefon, das Wasserspiel, das Tiere-ABC oder das Baumstammraten sorgen für Aha-Momente und viel Gelächter.
- Besonders schön: die Ruheinsel mit drei Hängematten, wo wir zwischendurch entspannt die Baumwipfel betrachten.
Auch die kleinen Extras machen den Rundweg besonders: ein Klangspiel, das den Wald zum Klingen bringt, und der Zeitreisekompass, der Kinder neugierig macht und Fragen aufwirft.


15 Mitmach-Stationen des Walderlebnispfad im Reinhardtsdorf-Schöna im Überblick (Waldralley)
- Station: Fachwerkhaus
- Station: Zeitreisekompass
- Station: Holzkraftspiel
- Station: Ruheinseln
- Station: Klangspiel
- Station: Bodenfenster
- Station: Wackelbrücke
- Station: Tierweitsprung
- Station: Kletterspinne
- Station: Baumtelefon
- Station: Wasserspeicher
- Station: Barfußpfad
- Station: Bäume des Waldes
- Station: Balancierpfad
- Station: Tiere des Waldes
Tolle Fotokulisse im Wald – Echte Hingucker fürs Familienalbum
Am Holzkraftspiel können Kids zeigen, wie stark sie schon sind – perfekt für stolze „Action-Bilder“. Und keiner hatte erwartet, dass ein Holzklotz sooo schwer sein kann.

Ein echtes Kleinod
Das Besondere an diesem Ausflug: Wir haben den Naturlehrpfad ganz für uns. Keine anderen Wandergruppen, keine lauten Besucher – nur wir, der Wald und die spielerischen Stationen. Ein wirklicher Geheimtipp und echtes Kleinod in der Sächsischen Schweiz.
Auch wenn die Anfahrt aus Bielatal-Rosenthal für uns rund 35 Minuten betrug – es hat sich sehr gelohnt. Schon jetzt steht fest: Wir kommen wieder!

Familienzeit auf Rädern und Füßen
Wir haben für die Laufstrecken wieder das Laufrad dabei – und das funktioniert wunderbar. Der Weg ist gut befahrbar und so kommt nie Langeweile auf. Die jeweiligen Stecken von Station zu Station sind auch diesbezüglich gut bemessen. Alles intensiv auszukosten, braucht Zeit: Wir sind am Ende rund 3 Stunden auf dem Rundweg unterwegs – und haben dabei jede Station wirklich ausgekostet.

Einkehr in Königstein: Abendessen im „Das Steingut“
Nach unserem Ausflug lassen wir den Tag in Königstein ausklingen – und zwar an einem Ort, der sofort unser Herz erobert: DAS STEINGUT. Ein alter Hof mit Apfelbäumen, schnurrender Katze, schnatternden Gänsen und einem Ambiente, das so herzlich ist, dass man gar nicht wieder gehen möchte.
Unter den knorrigen Apfelbäumen essen wir, während der Sonnenuntergang den Himmel über uns langsam in Abendfarben taucht und die Festung Königstein am anderen Elbufer anleuchtet. Das Gefühl: 10 von 10.
Auch kulinarisch ist das Steingut ein Volltreffer:
- Kräuterpfannkuchen mit Ziegenfrischkäse – frisch, würzig, herrlich sommerlich.
- Salat mit gebratenem Ziegenkäse – leicht, aber sättigend.
- Suppenvielfalt: Grüne-Bohnen-Eintopf mit Lamm und ein kräftiger Kesselgulasch vom Angusrind.
- Zum Abschluss: Pfannkuchen mit Himbeermus und rosa Apfelmus – eine süße Krönung.
Besonders schön: Die Kräuter für unseren Tee werden vor unseren Augen direkt im eigenen Garten gepflückt. Frischer geht es nicht. Ein Ort voller Geschmack und Seele – perfekt, um einen Familientag in der Sächsischen Schweiz genussvoll abzurunden.

Fazit: Unser perfekter Familientag in der Sächsischen Schweiz
Manchmal passt einfach alles: Wir starten am Naturlehrpfad in Reinhardsdorf-Schöna mit Picknick am Fachwerk-Experimentierhaus, wo wir an liebevoll gestalteten Stationen spielen, experimentieren und mit dem Laufrad den Wald entdecken. Zum Abschluss lassen wir den Tag im Das Steingut in Königstein ausklingen – bei köstlichem Essen mit Blick auf die Festung Königstein im Abendlicht. Ein Tag mit viel Bewegung und kulinarischem Genuss – für uns die perfekte Kombination aus Natur, Spiel und Familienzeit.
Nach dem Ausflug oder am folgenden Tag fragen wir meist noch einmal in Runde: was hat euch am besten gefallen bei den Stationen des Walderlebnispfads?
- Highlight der Kids: der lange Kletterparcour, der sich an einer Station durch den Wald schlängelt
- Papas Favorit: Fachwerkhaus-Station
- Mamas Liebster Fotospot: Tierweitsprungstation für spektakulär bewegte Fotos

Infobox: Praktische Tipps für euren Ausflug
Adresse/Startpunkt: Ortsteil Schöna (Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna), Sächsische Schweiz – Beschilderung zum Naturlehrpfad vorhanden.
Länge & Dauer: ca. 3 km, mit intensiven Stopps an den Stationen ca. 3 Stunden. Plus ca. 45 Minuten an der Holzbaustation am Parkplatz.
Geeignet für: Familien mit Kindern ab ca. 3–4 Jahren; auch mit Laufrad sehr gut machbar.
Tipp: Picknick einpacken – es gibt Plätze zum Rasten.
Anreise: Parkmöglichkeiten im Ort. Von Bielatal-Rosenthal ca. 35 Minuten Fahrzeit.
Beste Zeit: Frühling bis Herbst, aber auch im Winter schön und ruhig.

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