Burg Stolpen und Stadtspiel Basalmäusejagd mit der ganzen Familie
Habt ihr Lust auf ein Familienabenteuer mit kleiner Zeitreise und viel Platz zum Entdecken? Dann packt Rucksack und Proviant ein – es geht nach Stolpen, was nur 20 Minuten von Pirna entfernt liegt. Das charmante Städtchen in der sächsischen Schweiz ist perfekt geeignet für einen Familienausflug mit Kindern, bei dem Geschichte lebendig und die gesamte Innenstadt bei der Stadyralley zum Abenteuerspielplatz wird. Hier steckt richtig viel Abenteuer drin – für Kinder und Eltern gleichermaßen.

Stadtspiel Stolpen – auf Jagd nach den Basaltmäusen
Unser Tag beginnt mitten in der kleinen Altstadt. Statt einem klassischem Stadtrundgang gibt’s für uns das Stadtspiel Stolpen. Die Idee: Überall in den Gassen verstecken sich kleine Bronzefiguren – die sogenannten Basaltmäuse. Ausgestattet mit Spielstadtplan und Mäusejagd-Buch machen wir uns auf den Weg.
Die Kinder sind sofort im Schatzsucher-Modus: jede Gasse wird abgesucht, jede Mauer neugierig beäugt. Und das Beste? Am Ende der Route wartet ein kleiner Preis – da leuchten Kinderaugen noch ein Stück heller. Für uns Eltern ist es schön, wie Bewegung, Spiel und Stadtgeschichte hier ganz unkompliziert zusammenkommen.
Unser Parkplatz an der Burg Stolpen liegt in unmittelbarer Nähe zu einer Basaltmaus – wir kaufen das Stadtspiel-Heft und den dazugehörigen Basaltmaus-Stadtplan für 3,00 EUR gleich um die Ecke im Landgut Lietze. Dort, auf der Burg und im Hotel Goldner Löwe gibt es den Plan auch am Wochenende zu kaufen, wenn die Touristinformation geschlossen hat.
Die Orte, an denen man am Ende die Überraschung abholen kann, sind auf dem Plan markiert. Je nachdem, wie viel Zeit man hat und wie weit man laufen will, ist es auch möglich, nur einen Teil der Basaltmäuse zu suchen und trotzdem einen Preis bekommen. Das ist im Plan gut erklärt. Alternativ gibt es den Spielstadtplan und die Basaltmäusejagd-Spielanleitung auch online.

Burg Stolpen – hoch hinaus und tief hinein
Nach der Mäusejagd gehen wir hoch zur Burg Stolpen. Schon der Weg hinauf auf den Basaltfelsen ist beeindruckend und oben fühlen wir uns wie mitten im Mittelalter. Der Eintritt ist mit 8,00 EUR fair, und man kann sich wirklich Zeit lassen.
Zuerst geht es in die Außenanlage: Türme erklimmen, Gewölbe erkunden und über die weiten Innenhöfe flitzen. Die steilen Stufen werden zum Abenteuer, die Basaltformationen werden bestaunt und – ein bisschen gruselig – die echten Folterinstrumente werden entdeckt. Gleichzeitig haben die Kinder draußen viel Platz zum Rennen und Toben.


Interaktives Erlebniszimmer für Kinder auf der Burg Stolpen
Danach besuchen wir das Innere der Burg Stolpen: Ein echtes Highlight für Familien ist das interaktive Kinderzimmer gleich gegenüber der Kasse. Hier dürfen die Kinder Geschichte nicht nur anschauen, sondern richtig erleben:
- An einer Station können wir eine Geruchsprobe machen – die Düfte aus der Vergangenheit sind nicht immer angenehm und sorgen für viele kichernde Gesichter.
- Wer stark genug ist, darf das Gewicht einer echten Kanonenkugel ausprobieren. Spoiler: Ganz schön schwer!
- In der Mitte des Raumes steht ein großes Stadtmodell von Burg und Altstadt, an dem sich verschiedene Hörgeschichten anwählen lassen. So wird die Geschichte der Burg und ihrer Bewohner lebendig erzählt – perfekt für neugierige Kinderohren.
- Rundherum sind kindgerecht gestaltete Schautafeln aufgebaut, die von den Bauteilen der Burg erzählen, aber auch eine kleine Zeitreise zur Gräfin Cosel oder zu den düsteren Folterinstrumenten wie der Streckbank anbieten.
Die Kids probieren sich hier fast eine Stunde lang aus, staunen, stellen Fragen und lernen ganz nebenbei jede Menge – und wollen gar nicht wieder los. Schon allein das arrangieren der kleinen Kisten, die Kindern helfen sollen, besser an höhere Dinge heran zu kommen, hat Spaß gemacht – warum auch nicht mal eben ein kleines Bett im Museum aufbauen?
Der Raum eignet sich auch, um sich einen Überblick zu verschaffen – einerseits durch das Modell, aber auch durch kurze Texte und wenige Bilder, die zeigen, was es wo auf der Burg noch zu sehen gibt.

Basaltus – der Burggeist
Und dann gibt es da noch Basaltus, den Burggeist von Stolpen. Angeblich spukt er durch die Mauern und erzählt neugierigen Besuchern Geschichten von längst vergangenen Zeiten. Unsere Kinder halten jedenfalls die Augen offen – und sind sich am Ende sicher, dass sie irgendwo im Turm eine weiße Gestalt sehen.
Im Museumsshop finden wir auch noch etwas für uns: Dort entdecken wir einen Bastelbogen, mit dem man gleich drei verschiedene Burgen nachbauen kann. Natürlich können wir nicht widerstehen und kaufen ihn – eine schöne Erinnerung an den Ausflug und eine kreative Beschäftigung für zuhause.
Ein zusätzliches Highlight für kleine Sammler: Am Ausgang der Burg Stolpen können Kinder sich selbst eine eigene Münze oder einen Stocknagel der Burg Stolpen prägen. Notwendig sind dafür 2,00 EUR und eine 5-Cent-Münze – und der Automat erledigt den Rest, wenn man fleißig kurbelt. Das ist nicht nur eine tolle Erinnerung, sondern auch ein schönes Ritual, um den Ausflug abzuschließen.

Fazit zu Stolpen
Stolpen hat uns wirklich sehr postitiv überrascht: Mit Basaltmäuse-Schatzsuche, Burgerlebnis und einer Prise Grusel haben den Ort zu einem unserer Lieblingsziele in der Sächsischen Schweiz gemacht. Alles ist gut zu Fuß machbar, es gibt viel zu sehen, ohne dass es überfordert, und am Ende sind alle glücklich und müde. Genauso, wie ein Familienausflug sein soll.

Infobox: Praktische Tipps für euren Ausflug nach Stolpen
- Anreise: Mit dem Auto ab Dresden in ca. 35 Minuten, Parkplätze direkt in der Nähe der Altstadt. Auch mit Bahn & Bus erreichbar.
- Stadtspiel Stolpen: Mäusejagd-Bücher gibt’s zum Beispiel auf der Burg, im Landgut Lietze (Parkplatz Burg Stolpen) oder im Hotel Goldener Löwe (Marktplatz). Verschiedene Tourlängen (kurz, mittel, lang) in einem Heft – perfekt für unterschiedliche Altersstufen und man kann sich spontan entscheiden.
- Burg Stolpen: Eintritt ca. 8,00 EUR pro Erwachsener, Kinder bis 6 Jahre frei. Plant mindestens 2 Stunden ein.
- Kinderwagen-Tauglichkeit: In der Altstadt ja (allerdings fast überall Kopfsteinpflaster) und bis zum Eingang der Burg, dann konnten wir den Wagen an der Kasse abstellen. Für die Burganlage besser eine Trage mitnehmen, wenn die Kinder noch klein sind.
- Verpflegung: zahlreiche Cafés und Gasthäuser in der Altstadt, auf dem Burggelände kleine Snacks.
- Beste Zeit: Frühling bis Herbst – bei gutem Wetter machen Stadtspiel und Burgbesuch doppelt Spaß.

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