Ausflug zum Felsenlabyrinth Langhennersdorf im Bielatal
„Mama, ich bin durch die Höhle gekrochen!“ – die Kinderstimme hallt zwischen den Felsen wider. Kurz darauf taucht ein lachendes Gesicht aus einem schmalen Felsspalt auf. Nur wenige Schritte daneben klettern die Kinder schon über einen Steinblock, balancieren über Wurzeln und rufen: „Kommt, hier geht’s lang!“
Im Felsenlabyrinth Langhennersdorf im Bielatal in der sächsischen Schweiz verwandelt sich die Natur in einen riesigen Abenteuerspielplatz. Zwischen mächtigen Sandsteinblöcken, engen Durchgängen und geheimnisvollen Höhlen erleben Kinder kleine Abenteuer wie aus einem Film. Für Familien ist dieser Ort ein perfektes Ausflugsziel – spannend, naturnah und kostenlos. An den Felsen markieren Nummern von 1 bis 29 und Pfeile einen abwechslungsreichen und für die ganze Familie machbaren Weg durch das gigantische Felsenmeer.

Felsenlabyrinth: Ankommen & Start ins Abenteuer
Das Felsenlabyrinth Langhennersdorf liegt in Mittelsachsen, unweit von Pirna und ist mit rund 4 km nur wenige Kilometer von der Festung Königstein entfernt. Ein kleiner Parkplatz am Felsenlabyrinth Kleinhennersdorf führt euch direkt zum Einstieg. Von hier sind es nur ca. 8 Minuten Wanderweg bis zu den ersten Felsen – der ideale Startpunkt für Familien mit Kindern, die nicht erst lange wandern wollen.
Tipp: Ungefähr auf halber Strecke auf dem Weg vom Parkplatz zum Startpunkt des Felsenlabyrinths begegnet euch auf der rechten Seite ein großer Baum, der sich für größere Kinder (ab 5 Jahren) wunderbar zum Klettern eignet.
Wir nutzen das Laufrad und stellen es dann unterhalb der Felsen im Wald ab. Von hier geht es noch ein paar Meter nach oben – eine Treppe gibt es leider nicht, aber mit kleineren Kindern an der Hand geht es gut.

Das erwartet euch im Felsenlabyrinth
Zwischen den riesigen Sandsteinblöcken schlängeln sich schmale Gänge, die Kinder magisch anziehen. Manche Durchgänge sind so eng, dass nur die Jüngeren bequem hindurchpassen – für die Erwachsenen heißt es: Kopf einziehen oder außen herumgehen. Man muss vereinzelt große Schritte hoch und runter machen und sich auch gebückt fortbewegen können. Eine anspruchsvolle und dunkle Stelle ist gleich am Anfang – man kann aber daran vorbei gehen und findet den Weg schnell wieder.
Besonders spannend für die Kinder:
- Kletterfelsen mit einfachen Aufstiegen – perfekt für kleine Kletterfans
- Versteckmöglichkeiten in Höhlen und Nischen
- Natürliche Spielplätze aus Wurzeln, Steinen und Moos
Eltern können weitestgehend entspannt mitlaufen und sich von der Fantasie der Kinder anstecken lassen – plötzlich wird der Felsen zur Burg, der Gang zur geheimen Schatzhöhle.

Labyrinth im Detail: 29 Stationen voller Entdeckungen
Das Felsenlabyrinth ist nicht nur ein wilder Abenteuerspielplatz – es ist auch ein spannender Parcours mit 29 nummerierten Stationen. Diese markieren besondere Felsen, Durchgänge oder Aussichtspunkte und machen den Ausflug für Kinder zu einer richtigen Natur-Rallye.
Schon am Einstieg können die Kleinen die erste Zahl entdecken – und dann geht’s los: Wer findet die nächste Station? Manche liegen gut sichtbar an Leitern, andere verstecken sich zwischen engen Felsspalten oder hinter mächtigen Steinblöcken. So wird der Weg durchs Labyrinth zu einer spielerischen Schatzsuche, bei der die Kinder voller Eifer dabei sind.
Das Schöne: Jede Station ist einzigartig. Mal geht es durch einen schmalen Spalt, der wie ein Geheimgang wirkt. Mal über Felsstufen nach oben, wo sich ein toller Blick über das Felsenmeer eröffnet. Wieder an anderer Stelle warten kleine Höhlen, die wie natürliche Verstecke wirken.
Tipp: Schreibt euch vor dem Besuch eine Übersichtskarte mit Zahlen von 1-29 auf. So können die Kinder beim Abhaken oder Einkreisen der Stationen selbst sehen, wie weit sie schon gekommen sind. Gerade für Kinder ist das ein toller Anreiz – fast wie ein Wettbewerb: „Wer entdeckt die nächste Zahl zuerst?“
Am Ende fühlt sich die Runde durch das Labyrinth wie eine gelungene Rallye an: abwechslungsreich, spannend und voller kleiner Erfolgsmomente. Genau das macht den Reiz für Familien aus.

Familienspiel: Namen für Steinformationen vergeben & mit Kindern darüber philosophieren
Zwischen den engen Felsspalten und moosigen Wegen haben wir nicht nur Höhlen und Kletterstellen entdeckt, sondern auch kleine Schätze am Boden: Pilze in allen Formen und Farben.
Besonders schön war unser Familien-Spiel: Wir haben den Felsen selbst Namen gegeben, so wie man Kunstwerke im Museum betrachtet. Mal hieß ein Felsen „Muschel“, „der schlafende Riese“, „Dinosaurier“, „Kamelrücken“ oder „Eistorte“. So kamen wir ins Philosophieren, warum ein Stein wohl so aussieht, und haben dabei jede Menge Fantasie ins Spiel gebracht.
Tipp: Kinder lieben es, Naturformen selbst zu deuten. Einfach mal stehen bleiben, genau hinsehen und gemeinsam überlegen: „An was erinnert euch das?“ – das macht den Ausflug noch lebendiger und bleibt lange im Gedächtnis.


Infobox: Praktische Infos für euren Ausflug zum Felsenlabyrinth
- Schuhe: Festes Schuhwerk ist ein Muss – die Felsen können rutschig sein.
- Verpflegung: Am besten kleine Snacks mitbringen. Zwischen den Felsen gibt es gemütliche Plätze zum Pausemachen.
- Alter: Schon mit Kindergartenkindern ab ca. 4–5 Jahren gut machbar. Für Kinderwagen ist das Gelände, abgesehen vom Wanderweg am Anfang, ungeeignet.
- Dauer: Rechnet etwa 2 Stunden für Entdeckungstour und Pausen ein.
- Eintritt: kostenlos

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